Riskantere Fahrweise und höhere Unfallhäufigkeit bei Männern wird von Kfz-Versicherern bestraft. Große Preisunterschiede insbesondere bei Fahranfängern und Wagen mit höherer Risikoeinstufung. „Wegen des geringeren Unfall- und Schadenrisikos sind Frauen bei den Kfz-Versicherungen in der Regel beliebter als Männer“, erklärt Versicherungsexperte Thorsten Bohg von toptarif.de.
„Gerade bei weiblichen Fahranfängerinnen sind die Policen oft wesentlich preiswerter als bei ihren männlichen Pendants.“ So zahlt beispielsweise ein 23-jähriger Student mit einem VW Polo, der zwei Jahre unfallfrei gefahren ist, beim größten deutschen Kfz-Versicherer Allianz 1.120 Euro für Kfz-Haftpflicht und Teilkasko. Für die Studentin werden bei gleichen Voraussetzungen hingegen nur 1.026 Euro bzw. 8,4 Prozent weniger fällig.
Bei den günstigsten Anbietern am Markt gehen die Preise noch weiter auseinander. Während sich die Studentin bei der ineas für 499 Euro im Jahr versichern kann, liegt das günstigste Angebot für den Studenten bei der BavariaDirekt mit jährlich 593 Euro fast 20 Prozent höher. „Auch bei anderen Fahrerprofilen – vom Single über die Familie bis hin zu den Senioren – haben Autofahrerinnen bei den preiswertesten Angeboten mit durchschnittlich 3,5 Prozent Kostenvorteil die Nase vorn“, macht Bohg deutlich.