Der "ewige Zweite"

Foto: Opel

Die mittlerweile 5. Astra-Generation (zählt man die Kadett-Ahnen mit, sind es sogar elf Generationen) ist eine komplette Neukonstruktion. Neues Chassis, neue Karosserie, neue Motoren, neues Fahrwerk, neue Elektronik. Der Astra (K) wurde fünf Zentimeter kürzer und misst jetzt 4,37 Meter. Je nach Motorisierung wurde der Astra bis zu 200 Kilogramm leichter. Ein riesiger Schritt nach unten ... und einer nach oben, wenn es um die Agilität geht. Die spürt man bereits auf den ersten Kilometern. 

Opels Kompakter lenkt präzise ein, zieht spurtreu durch die Kurven, federt sanft, rollt leise ab und fühlt sich dennoch straff und solide an. Auch auf abrupt provozierte Spurwechsel reagiert der Astra souverän, kein Nachschaukeln, keine Unsicherheit am Lenkrad. Besser fuhr sich ein Astra nie. Auf ein adaptives Fahrwerk, wie es manche Konkurrenten anbieten, verzichteten die Rüsselsheimer bewusst. Aus gutem Grund: Man vermisst es keinen Moment lang.

Fahren konnten wir unter anderem den neuen 1,4-Liter-Vierzylinder mit 150 PS (ihn gibt es auch mit 125 PS). Der Turbobenziner läuft ausgesprochen leise und zieht schon aus niedrigen Drehzahlen recht munter los. Nur sollte man hier nicht die Elastizität eines Dieselmotors als Maßstab nehmen. Dafür fehlt dem Benziner dann doch das Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit der 1.4 Ecotec gibt Opel mit 215 km/h und den Normverbrauch mit sparsamen 4,9 Liter an. Auf dem Display des Bordcomputers stand nach der Testfahrt 7,1 Liter.

Mit dem Opel Astra nehmen die Rüsselsheimer einen neuen Anlauf, aus dem Schatten des scheinbar übermachtigen VW Golf zu fahren. Viel Erfolg dabei.

Foto: Opel